ROY LICHTENSTEIN

Der Maler, Graphiker und Bildhauer Roy Lichtenstein wurde mit seinem Werk zu einer Schlüsselfigur der amerikanischen Kunst der Nachkriegszeit und zum zu einem Synonym für die amerikanische Pop Art. Das Phänomen der industriellen Massenfertigung und die Werbemittel der Massenmedien wurden zu seinen Inspirationsquellen.

Er experimentierte viel und imitierte die industriellen Drucktechniken, die später zum Erkennungsmerkmal seiner Kunst werden sollten. Von Anfang an war er von einer besonderen industriellen Drucktechnik begeistert, die aus Spargründen, anstatt gefüllte Farbflächen grobmaschige Punkte bei Illustrationen druckte. Diese Technik wurde zu seinem Markenzeichen.

Er benutzte für seine Werke stark stilisierte Motive und reduzierte die Details noch weiter auf das Wesentliche. Die monochromen Farbflächen und die neutral gehaltenen Hintergründe, wirken sehr flächig. Farbverläufe und Übergänge gab es in seinen Arbeiten nicht. Farbfelder wurden entweder völlig in einer Farbe oder mit Punkten bzw. Streifen gefüllt.

Die Printmedien nehmen eine zentrale Stellung in Lichtensteins Schaffen ein. Die graphischen Techniken stellen für ihn eine hervorragende Ausdrucksform dar, um seriell zu arbeiten. Er widmet sich dem Siebdruck und der Lithographie und bedient sich der Collage- und Schablonentechnik. Anfänglich wurde er von der Kunstszene nicht akzeptiert sogar ausgestoßen, bis nach den ersten Ausstellungen die Sammlerszene auf ihn aufmerksam wurde.

Lichtenstein neigt dazu in Themengruppen zu arbeiten, diese sind unteranderem Frauen, Werbeartikel und Comics. In seinen berühmten Comicszyklen intensiviert er die Bildwirkung durch das einführen von Blitzsymbolen, Explosionswolken, Denkwolken und Sprechblasen. Doch auch andere Sujets wie Landschaften, bei denen er seine formalen Mittel wie die schwarze Konturzeichnung, Rasterpunkte, Streifen und Farbflächen einsetzte, finden eine große Beachtung. Er experimentierte mit Collagen und verwendete dazu „Rowlux“ Kunststofffolien, welche seine Werke plastisch erscheinen lassen sollten. Mit der Zeit kommen auch Darstellungen von Monumentaler Architektur, wie Tempelanlagen, Pyramiden und Kathedralen hinzu z.B. die von Rouen nach Claude Monet. Mitte der 1960er Jahre entstand seine Brushstroke–Serie, bei dem der Pinselstrich zu dem eigentlichen Sujet Lichtenstein’s wurde. Er parodiert damit die gestische Malerei der Abstrakten Expressionisten, von der er sich absetzen wollte. Das monumentale Format macht die „erstarrten“ Pinselstriche zu Ikonen seiner Kunst und zu den beliebtesten Werken des Künstlers.

Lichtenstein’s Grundzug ist die Adaption von Kunstwerken anderer Künstler. Er transformierte Stillleben, Interieurs und Porträts von Cézanne, Dubuffet, Ernst, Léger, Klee, Hokusai, Matisse, Magritte, Mondrian Miró und Monet. Seine Anregungen fand er aber auch in anderen Kunstperioden wie dem Art Déco, Futurismus, Surrealismus, Bauhaus, Abstrakten Expressionismus, Hard-Edge und dem deutschen Expressionismus. Dabei passte er diese Werke seinem eigenen Stil an. Er erschuf seine berühmte Serie von Stilleben und zeigte in seinen Werken gebratene Truthähne, Hotdogs und Kuchen. Später kombinierte er auch Sujets aus den verschiedensten seiner Schaffensperioden miteinander.

Lichtenstein hinterlässt ein Gesamtwerk, dessen Teile durch die bekanntesten Museen erworben wurden. Sie befinden sich ebenso in jeder bedeutenden Sammlung. Er nahm Einfluss auf die Pop Art wie kein anderer Künstler seiner Zeit.

Sind Sie auf der Suche nach einem bestimmten Werk von Roy Lichtenstein?

Wir sind gut vernetzt sowohl im deutschen- wie auch im internationalen Kunstgeschäft. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne das von Ihnen gesuchte Objekt zu finden.

Show sidebar

Zu Ihrer Auswahl wurden keine Werke gefunden.